Wenn wir das Wort Krampfadern (Varikose) hören, denken die meisten von uns sofort an sichtbare, geschwollene Venen an den unteren Extremitäten. Genau um unsere Beine soll es hier gehen! Auch wenn ich mich oft mit dem Stricken von Socken beschäftige, ist die Gesundheit unserer Beine ein zentrales Thema, das uns alle angeht. Deshalb habe ich meine wichtigsten Erkenntnisse und Gesundheitsartikel für Sie hier zusammengefasst.

Ich habe im Laufe der Zeit gelernt, dass eine Venenerweiterung nicht nur eine isolierte Erkrankung der Blutgefäße ist, sondern oft ein Spiegelbild des gesamten Organismus. Das wurde mir von Ärzten bestätigt, die mindestens fünf Frauen verschiedener Generationen in meiner Familie behandelt haben.

Warum der ganze Körper untersucht werden sollte

Wenn bei Ihnen Krampfadern an den Beinen diagnostiziert werden, ist es ratsam, tiefer zu graben. Ziel sollte es sein, mit Hilfe von Ärzten herauszufinden, ob die Pathologie eines anderen Organs zu diesen venösen Auswirkungen geführt hat. Oft sind Herz, Milz oder Leber die wahren Übeltäter.

Screenshot meines Artikels über Beingesundheit

Wenn beispielsweise das Herz die Ursache für die Venenprobleme ist, reicht ein einfaches Elektrokardiogramm (EKG) oft nicht aus. Ein EKG erfasst hauptsächlich die physiologische und elektrische Aktivität des Herzens. Um aber strukturelle oder pathologische Veränderungen zu erkennen, benötigen wir genauere Untersuchungsmethoden.

  • Echokardiographie (Herz-Ultraschall): Macht die Struktur, die Klappen und die Pumpfunktion des Herzens sichtbar.
  • Phonokardiographie: Hilft dabei, spezifische Herzgeräusche aufzuzeichnen, die auf Durchblutungs- oder Klappenstörungen hinweisen können.
  • Doppler-Sonographie der Beine: Zeigt den direkten Blutfluss in den Venen und deckt Venenklappenschwächen auf.

Die richtige Ernährung bei Krampfadern

Sobald die somatische (körperliche) Ursache geklärt ist, heißt es: Die Dinge selbst in die Hand nehmen! Ein wichtiger Baustein ist die Anpassung der Ernährung, idealerweise mit Unterstützung eines Spezialisten. Bei Venenproblemen sollte der Speiseplan reich an Rutin (Vitamin P) sein. Dieser Nährstoff reguliert die Durchlässigkeit der Blutgefäßwände und ist entscheidend für deren Stärkung.

Rutin arbeitet besonders gut in Synergie mit Vitamin C. Da jedoch nicht jeder Mensch alle Lebensmittel gleich gut verträgt, sind vorherige Blutanalysen und die Beratung durch einen Ernährungsberater sehr zu empfehlen.

Lebensmittel Wichtige Inhaltsstoffe für die Venen Wirkung im Körper
Buchweizen Rutin (Vitamin P) Stärkt die Gefäßwände und verringert deren Durchlässigkeit.
Zitrusfrüchte & Hagebutten Vitamin C Fördert die Kollagenbildung für elastische Venen.
Weißkohl & Karotten Ballaststoffe & Antioxidantien Verhindern Verstopfungen (welche den Druck auf Beinvenen erhöhen).
Grüne Erbsen & Lauch Vitamin K & Flavonoide Unterstützen die normale Blutgerinnung und hemmen Entzündungen.

Bewegung: Wir verabschieden uns von Krampfadern!

Unsere Venen lieben es, wenn das Blut aktiv durch sie hindurchgepumpt wird. Und wie erreichen wir das? Natürlich durch Bewegung! Das Blut muss gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen fließen, und dabei hilft die sogenannte Wadenmuskelpumpe.

Zu den klassischen Empfehlungen gehört es, mindestens eine Stunde pro Tag spazieren zu gehen (Gesamtdauer über den Tag verteilt). Auch zu Hause sollten Sie häufiger umhergehen und langes, statisches Stehen oder Sitzen vermeiden. Wenn Sie doch lange sitzen müssen, wippen Sie mit den Füßen, um die Wadenpumpe zu aktivieren.

Die Psychosomatik hinter den Venenproblemen

Neben den körperlichen Ursachen prüfe ich persönlich immer auch die psychosomatische Seite. Es gab in meiner Erfahrung einfach zu viele Übereinstimmungen, um dies zu ignorieren. Gefühle von Überlastung, das Gefühl, festzustecken oder sich in einer Situation gefangen zu fühlen, können sich körperlich an den Beinen manifestieren.

Screenshot aus der Tabelle der Affirmationen von Louise Hay

Bekannte Autoren wie Louise Hay und Valeriy Sinelnikov haben sehr treffende Beschreibungen für diese Phänomene gefunden. Auch Lise Bourbeau beleuchtet das Thema in ihren Werken intensiv.

Screenshot eines Auszugs aus dem Buch von Lise Bourbeau über Varikose

Natürlich bedeutet das Erkennen einer psychosomatischen Ursache nicht, dass man auf medizinische Hilfe verzichten sollte! Das Wichtigste ist: Finden Sie Ärzte, die Sie in Ihrem Wunsch unterstützen, auch die seelischen Aspekte der Krankheit aufzuarbeiten. Jeder Mensch ist individuell, und ein ganzheitlicher Ansatz wirkt oft Wunder.

Es ist absolut möglich, mit Ärzten auf Augenhöhe zu kommunizieren. Ich habe das selbst erlebt – sei es mit meiner Hausärztin oder dem Kinderarzt meiner Tochter. Wenn man selbstbewusst und freundlich bespricht, dass man sich über medizinische Unterstützung auf diesem ganzheitlichen Weg freut, zeigen sich viele Ärzte offen. Sanftere Behandlungsmethoden und Naturheilmittel können oft starke Medikamente ergänzen oder teilweise ersetzen, sofern die Blutwerte dies zulassen. Dadurch verläuft die Heilung und Regeneration oft um ein Vielfaches schneller und effizienter.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist das wichtigste Vitamin bei Krampfadern?

Rutin (auch Vitamin P genannt) und Vitamin C sind essenziell. Rutin stärkt die Gefäßwände und verringert deren Durchlässigkeit, während Vitamin C für die Produktion von Kollagen wichtig ist, welches die Blutgefäße elastisch hält.

Welche Sportarten sind bei Venenproblemen geeignet?

Ideal sind Sportarten, die die Wadenmuskelpumpe aktivieren, ohne die Beine durch harte Stöße zu belasten. Dazu gehören flottes Gehen, Schwimmen, Radfahren und Aquagymnastik. Langes Stehen oder schweres Gewichtheben sollten vermieden werden.

Können psychische Probleme Krampfadern verursachen?

Die Psychosomatik geht davon aus, dass emotionale Belastungen (wie das Gefühl der Überlastung oder Unfähigkeit, im Leben voranzuschreiten) körperliche Symptome begünstigen können. Eine psychologische Aufarbeitung ersetzt keine medizinische Behandlung, kann den Heilungsprozess aber ganzheitlich unterstützen.

Ich hoffe, dieser ganzheitliche Blick auf unsere Beingesundheit war hilfreich für Sie! Worüber soll ich im nächsten Beitrag rund um unsere Füße und Beine schreiben?

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