Krampfadern (Varikose) sind eine ernsthafte Gefäßerkrankung, bei der früher oder später eine professionelle Krampfadern Behandlung unumgänglich wird. Im Gegensatz zu einer einfachen Erkältung verschwinden sie nicht von selbst. Cremes und Salben lindern oft nur die Symptome. Wenn die Krankheit fortschreitet, gibt es nur einen Weg, sie effektiv zu besiegen: Sie muss medizinisch behandelt werden! Die Behandlungsmaßnahmen für Krampfadern werden im Allgemeinen unterteilt in: Konservative Therapie (Kompression, medikamentöse Unterstützung) Chirurgische Behandlung (Operationen und minimalinvasive Eingriffe) Nur ein erfahrener Facharzt kann nach einer gründlichen Ultraschalluntersuchung die exakt notwendige Behandlung verschreiben. Heute möchten wir uns jedoch detailliert mit der chirurgischen Behandlung befassen. In der Regel handelt es sich dabei um Eingriffe, die auf die Entfernung oder den Verschluss des betroffenen Stammes der großen und/oder kleinen Rosenvene (Vena saphena magna / parva) sowie deren varikös veränderten Nebenästen abzielen. Warum ist eine frühzeitige Behandlung so wichtig? Viele Patienten ignorieren die ersten Anzeichen wie schwere Beine, Schwellungen oder Besenreiser. Doch Krampfadern sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Ohne rechtzeitige Therapie können sich schwerwiegende gesundheitliche Komplikationen entwickeln. Dazu gehören dauerhafte Hautveränderungen, chronische venöse Insuffizienz, schmerzhafte Venenentzündungen (Thrombophlebitis), tiefe Venenthrombosen oder im schlimmsten Fall sogar ein offenes Bein (Ulcus cruris). Je früher eine Diagnose gestellt wird, desto schonender kann die Methode gewählt werden. Die Geschichte und Entwicklung der Operation Die Geschichte der chirurgischen Venenbehandlung ist sehr faszinierend und reicht mit ihren Wurzeln bis ins Jahr 1860 zurück. Seitdem hat die Medizin enorme Fortschritte gemacht – ein Thema, das aufgrund seines Umfangs einen eigenen Artikel verdient, den wir in Zukunft veröffentlichen werden. Lassen Sie uns nun die aktuellen chirurgischen Behandlungswege im Detail analysieren. Heute unterscheidet man grundsätzlich zwischen der klassischen operativen Entfernung (dem sogenannten Venen-Stripping) und der Behandlung mithilfe moderner, minimalinvasiver Techniken. Klassische Chirurgie: Mythen und verborgene Kosten Um ehrlich zu sein, gibt es für die klassische operative Behandlung der Varikose heutzutage kaum noch stichhaltige Argumente, die für sie sprechen – außer vielleicht dem scheinbar finanziellen Aspekt. Aber genau an diesem Punkt möchten wir innehalten und diese Annahme kritisch hinterfragen. Ja, Sie haben richtig gelesen! Oft wird angenommen, dass die klassische Operation über das öffentliche Gesundheitssystem völlig kostenlos sei. Wir haben dies jedoch genauer analysiert und uns bei Patienten, die eine solche Behandlung durchlaufen haben, sowie bei Ärzten in staatlichen Krankenhäusern erkundigt. Hier ist das reale Ergebnis unserer Recherche bezüglich der angeblich „kostenlosen“ Behandlung: Narkosekosten: Oft fallen Zuzahlungen für eine schonendere Anästhesie oder bessere Medikamente an (je nach Stadt, Krankenhaus und Spezialist). Inoffizielle Zahlungen: „Dankbarkeitsgeschenke“ an das medizinische Personal – eine in manchen Regionen noch immer präsente, unausgesprochene Tradition, ohne die man eine schnelle und gute Behandlung schwer realisieren kann. Zubehör: Hochwertige Kompressionsstrümpfe müssen fast immer selbst gekauft werden. Voruntersuchungen: Selbst bei kostenlosen Blutabnahmen in einer Poliklinik müssen Fahrtkosten, lange Wartezeiten und manchmal auch Labormaterialien berücksichtigt werden. Ganz zu schweigen von den oft monatelangen, teils über einjährigen Wartezeiten für einen Operationstermin in Großstädten. Zudem gibt es einen hohen Prozentsatz an Patienten, bei denen die klassische OP aufgrund von Kontraindikationen (z. B. hohes Alter oder Begleiterkrankungen) abgelehnt wird. Die schmerzhafte Realität nach einer klassischen Operation Lassen Sie uns auch die postoperative Phase betrachten. In der ersten Nacht nach einer klassischen, offenen Operation lindern Schmerzmittel die Schmerzen zwar, aber oft nicht vollständig. Berichten von Patienten zufolge ist normales Liegen oder gar Schlafen oft unmöglich. Viele müssen nachts im Krankenzimmer langsam umhergehen, um die quälenden Schmerzen erträglich zu machen. Im Krankenhaus verbringt der Patient nach der Operation in der Regel 2 bis 3 Tage. Danach folgt meist eine Krankschreibung von zwei Wochen oder länger. Für Berufstätige bedeutet dies erhebliche Lohneinbußen. Die moralischen und finanziellen Belastungen für den Patienten und sein familiäres Umfeld lassen sich in Vorfeld oft gar nicht exakt beziffern. Und dies beschreibt wohlgemerkt ein „gutes“ Szenario – vorausgesetzt, Sie haben lange gewartet, sind an einen sehr erfahrenen Chirurgen geraten und die OP verlief reibungslos. Doch Komplikationen sind bei großen chirurgischen Schnitten immer möglich, besonders wenn die Varikose bereits ein tiefes Stadium erreicht hat. Zudem darf man nicht vergessen, dass bei dieser Methode lebenslang sichtbare Narben am Bein zurückbleiben. Eine hundertprozentige ästhetische Verbesserung findet somit nicht statt. Die moderne Alternative: Minimalinvasive Behandlung in einer Spezialklinik Was passiert, wenn sich ein Patient für eine Behandlung in einer spezialisierten Phlebologie-Klinik entscheidet? Ist das wirklich alles so teuer und undurchsichtig? Wir möchten gleich vorwegnehmen, dass wir nicht pauschal für die gesamte private Medizinbranche sprechen können. Bevor Sie sich an Spezialisten wenden, ist es unerlässlich, Erfahrungsberichte zu lesen und sich die Website sowie die sozialen Netzwerke der jeweiligen Klinik genau anzusehen. Bei der Analyse all dieser Indikatoren ergibt sich meist ein klares Bild über die Seriosität der Einrichtung. Vereinbaren Sie anschließend einen Untersuchungstermin. Nach der Diagnostik erhalten Sie einen vollständigen Befund über den Zustand Ihrer Venen sowie eine klare, verständliche Behandlungsempfehlung. In unserer Klinik nennen wir beispielsweise sofort die transparenten Gesamtkosten für die Behandlung (inklusive aller Rabatte). Dieser Preis beinhaltet sämtliche Voruntersuchungen, die modernen Kompressionsstrümpfe und die medizinische Nachbeobachtung für bis zu einem Jahr, abhängig vom Schweregrad des Eingriffs. An vielen anderen Orten wird Patienten anfangs nur eine geringe Summe genannt – was dann lediglich die reinen OP-Kosten sind. Wenn der Patient dann gebunden ist, werden plötzlich zusätzliche Kosten für Blutbilder, Nachuntersuchungen, Medikamente und Verbandswechsel aufgeschlagen. Am Ende sprengt die ausgegebene Summe oft alle denkbaren Grenzen. Der Tag der minimalinvasiven Operation (z. B. Lasertherapie) Und schließlich der Tag der Operation: Ein moderner, minimalinvasiver Eingriff dauert in der Regel nur etwa eine Stunde. Es ist keine Vollnarkose nötig. Unmittelbar nach dem Eingriff steht der Patient auf und geht eine kurze Runde spazieren. Treten keine Beschwerden auf, kann er direkt im Anschluss nach Hause gehen. Am Bein verbleiben lediglich winzige Stellen von den Einstichen (Mikropunktionen). Bei manchen Patienten heilen sie nach wenigen Tagen, bei anderen dauert es wenige Wochen. Doch wenn der Patient zu seiner abschließenden Kontrolle zum Arzt kommt, erinnert absolut nichts mehr an die Krampfadern – und auch nichts an eine schmerzhafte Operation. Vergleich: Klassisch vs. Minimalinvasiv Kriterium Klassische Operation (Stripping) Minimalinvasive Methode (z.B. Laser / EVLK) Dauer des Eingriffs 1 bis 2 Stunden ca. 45 bis 60 Minuten Anästhesie Meist Vollnarkose oder Spinalanästhesie Lokalanästhesie (örtliche Betäubung) Krankenhausaufenthalt 2 bis 3 Tage stationär Ambulant (sofortige Heimkehr nach der OP) Sichtbare Narben Ja, lebenslang sichtbare Schnitte Nein, nur winzige Einstichstellen Ausfallzeit im Beruf 2 bis 4 Wochen Krankschreibung Meist keine oder nur 1-2 Tage Selbst bei solch einfachen Vergleichen wird sofort klar, auf welchem Weg man eine sicherere, ästhetisch ansprechendere und gesundheitlich schonendere Heilung erfährt. Häufig gestellte Fragen (FAQ) Was ist die beste Methode zur Krampfadern Behandlung? Der Goldstandard in der modernen Medizin sind minimalinvasive Verfahren wie die endovenöse Laserkoagulation (EVLK) oder die Radiowellentherapie. Sie sind schonend, kommen ohne große Schnitte aus und erfordern keine Vollnarkose. Bleiben nach der Behandlung Narben zurück? Bei der klassischen Operation (Stripping) bleiben leider Narben zurück. Bei modernen minimalinvasiven Methoden wird die Vene über winzige Mikropunktionen behandelt, die spurlos abheilen. Es bleiben keine sichtbaren Narben. Wann darf ich nach einer Laser-OP wieder arbeiten? In den meisten Fällen können Patienten, die einer Bürotätigkeit nachgehen, bereits am nächsten Tag wieder arbeiten. Bei schwerer körperlicher Arbeit kann eine kurze Schonzeit von wenigen Tagen empfohlen werden. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne – wir beantworten diese ausführlich. Teilen Sie uns auch gerne Ihre Meinung mit, ob Sie mit unseren Argumenten übereinstimmen oder andere Erfahrungen gemacht haben. Beitragsnavigation Alles über Krampfadern: Ursachen, Ernährung und Psychosomatik Yoga bei Krampfadern: 5 Tipps zur Vorbeugung und die besten Asanas