Die Hauptsymptome der Erkrankung sind: Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen, ein brennendes Gefühl entlang der Venen, abendliche Beinschwellungen, nächtliche Wadenkrämpfe, vergrößerte Venen sowie eine Verdunkelung und Verdickung der Haut an den Unterschenkeln. Wenn Sie diese Anzeichen für Krampfadern bemerken, ist es wichtig, frühzeitig zu handeln. Früher oder später bemerken viele Menschen (hauptsächlich Frauen) das Auftreten von erweiterten Venen und Besenreisern an ihren Beinen, die anfangs oft nur als kosmetischer Makel wahrgenommen werden. Aber wenn man dies ignoriert, kann sich dieser „kosmetische Defekt“ nach einiger Zeit zu einer ernsthaften Krankheit entwickeln. Diese verursacht Schmerzen und Schwellungen, Venenentzündungen und die Bildung von groben Venenknoten. In besonders schweren Fällen können schmerzhafte trophische Geschwüre entstehen, die recht schwer zu behandeln sind. Dies ist dann kein kosmetisches Problem mehr, sondern eine ernsthafte chronische Erkrankung – die Varikose (Krampfaderleiden) der unteren Extremitäten. Sie ist die häufigste Gefäßerkrankung und betrifft etwa 17-20 % der Bevölkerung, insbesondere Frauen (1,5 bis 2 Mal häufiger als Männer). Was ist eine Varikose (Krampfadererkrankung)? Die Krampfadererkrankung ist eine Schwäche der Venenwand und/oder der Venenklappen. Da die Venenwand ihre Elastizität verliert, staut sich das Blut in den unteren Extremitäten und die Venen erweitern sich. Dies kann zu einer Thrombophlebitis führen (Phlebos = Vene, Phlebitis = Venenentzündung). Eine Thrombophlebitis entsteht, wenn sich das Blut staut und sich darin Blutgerinnsel (Thromben) bilden, die kleine Venen verstopfen. Risikofaktoren im Überblick Die Krankheit wird durch einen angeborenen Defekt der Venenklappen und eine Bindegewebsschwäche begünstigt. Die wichtigsten Risikofaktoren sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst: Kategorie Faktoren Lebensstil & Gewicht Adipositas (Übergewicht), langes Stehen, Rauchen, Alkoholkonsum, starke körperliche Belastung. Hormonell Endokrine Störungen bei Frauen (erhöhter Östrogenspiegel), Schwangerschaft. Sonstige Tragen von Strümpfen mit engen Gummibändern, chronische Verstopfung, übermäßiger Verzehr von rotem Pfeffer. Damit der kosmetische Effekt nicht zu einer echten Gesundheitsgefahr wird, müssen Sie Ihre Beine genau beobachten und die oben genannten Symptome rechtzeitig erkennen. Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bemerken, beginnen Sie sofort mit der Vorbeugung. Wie Sie Ihre Beine schützen können Die wichtigste Grundregel lautet: Weniger sitzen und stehen, mehr laufen. Bei sitzenden Tätigkeiten: Ändern Sie häufig die Position Ihrer Beine, kreisen Sie mit den Füßen und gewöhnen Sie sich ab, die Beine übereinanderzuschlagen. Bei stehenden Tätigkeiten: Massieren Sie von Zeit zu Zeit Ihre Beine. Spülen Sie Ihre Beine vor dem Schlafengehen oder nach dem Duschen mit kühlem Wasser ab. Erhöhen Sie das Fußende Ihres Bettes um 10-15 cm, damit die Beine im Schlaf etwas höher als das Herz liegen. Vermeiden Sie häufige Saunabesuche und lange Sonnenbäder, da dies zu einem Blutstau führt. Verzichten Sie auf hohe Schuhe (Absatz über 4 cm), enge Kleidung und Socken mit einschneidenden Rändern. Bei langen Reisen (z.B. Flügen oder Autofahrten) entsteht durch mangelnde Bewegung ein Blutstau, der tiefe Venenthrombosen verursachen kann. Trinken Sie viel, machen Sie leichte Übungen und bewegen Sie sich regelmäßig. Achten Sie auf Ihr Gewicht: Eine Gewichtszunahme von 20 % erhöht das Risiko für Krampfadern um das Fünffache! Empfohlene körperliche Übungen Das Hauptziel der körperlichen Übungen ist es, den Blutgefäßen, Klappen und Venen Elastizität zu verleihen, Stauungen zu beseitigen und Müdigkeit in den Beinen schnell abzubauen. Hier sind einige einfache Übungen: Setzen Sie sich auf den Boden und strecken Sie die Beine aus. Stützen Sie sich mit den Händen ab. Beugen Sie das rechte Knie und stellen Sie den Fuß neben das linke Knie. Heben Sie das linke, gestreckte Bein an und senken Sie es langsam. 10-15 Mal wiederholen, dann das Bein wechseln. Legen Sie sich auf die linke Seite, stützen Sie sich auf den linken Ellbogen. Stellen Sie den rechten Fuß vor das linke Knie. Heben Sie das linke Bein gestreckt an und senken Sie es wieder. 10-15 Mal wiederholen. Kniebeugen (bei Knieproblemen weglassen): Stehen Sie gerade, Füße 30-40 cm auseinander. Rücken gerade halten und die Knie langsam beugen, aber nicht tiefer als auf Kniehöhe. Kurz halten, dann aufrichten. 10-15 Mal. Legen Sie sich auf die linke Seite. Beugen Sie das linke Bein zur Stabilisierung und strecken Sie das rechte Bein im 90-Grad-Winkel zum Körper aus. Heben Sie das rechte Bein an und senken Sie es langsam, ohne den Boden zu berühren. 10-15 Mal. Halten Sie sich an einer Stuhllehne fest, stehen Sie breitbeinig. Gehen Sie leicht in die Knie. Heben Sie nun die Fersen so hoch wie möglich an (auf die Zehenspitzen stellen). Halten Sie die Position und senken Sie die Fersen wieder. 15-20 Mal wiederholen. Sehr nützlich bei Krampfadern sind auch Schwimmen, Wandern, Skifahren, Radfahren (mit Kompressionsstrümpfen) und Tanzen. Tennis, Gewichtheben und Hochsprung werden hingegen nicht empfohlen. Methoden zur Behandlung der Krankheit Die moderne Medizin betrachtet Krampfadern nicht nur als Erkrankung der Venen, sondern des gesamten Organismus. Obwohl man die Ursachen oft nicht vollständig beseitigen kann, lässt sich die Krankheit im Frühstadium gut stoppen. Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden: Methode Beschreibung & Wirkung Chirurgische Operation Radikale Methode. Oberflächliche Venen werden entfernt, der Blutabfluss verlagert sich auf tiefe Venen. Nur nach ärztlicher Rücksprache. Kompressionstherapie Tragen von elastischen Binden oder Kompressionsstrümpfen. Verbessert den Blutabfluss, heilt die Krankheit aber nicht vollständig. Sklerotherapie Ein Medikament wird in die Vene injiziert, um sie zu „verkleben“. Geeignet für einzelne vergrößerte Venen. Elektromagnetische Therapie (EMT) Wirkt auf zentrale Entwicklungsmechanismen. Erfordert längere Behandlungszyklen, bietet aber nachhaltige Ergebnisse. Medikamentöse Behandlung, Phytotherapie und Cremes Ziel ist es, den Gefäßtonus zu erhöhen, die Durchblutung zu beschleunigen und die Kapillarwände zu stärken. Hierfür werden pflanzliche Bioflavonoide eingesetzt. Ein hervorragendes Mittel ist die präventive Creme von Vivasan mit Extrakt aus rotem Weinlaub und Rosskastanie. Sie stellt die Elastizität der Venen wieder her, mindert Schwellungen und lindert Schmerzen. Unterstützend wirkt das Nahrungsergänzungsmittel „Rosskastanie und Weinlaub“ von Vivasan mit den Vitaminen C und B. Es schützt vor Thrombosen und unterstützt die Venenzirkulation optimal, besonders bei stehenden oder sitzenden Berufen. Interessanter Fakt: Lange Zeit verstand man nicht, warum französische Weinbauern fast nie an Krampfadern litten. Es stellte sich heraus, dass sie aus dem roten Weinlaub Aufgüsse und Kompressen herstellten. Das Weinlaub ist reich an Flavonoiden, die die Blutgefäße stärken und so Krampfadern wirksam vorbeugen! Häufig gestellte Fragen (FAQ) Was sind die ersten Anzeichen von Krampfadern? Die ersten Anzeichen sind oft ein Schweregefühl und Schmerzen in den Beinen, abendliche Schwellungen, nächtliche Wadenkrämpfe und das sichtbare Auftreten von Besenreisern oder erweiterten Venen. Welcher Sport ist bei Krampfadern gut? Besonders empfehlenswert sind schonende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Spazierengehen, Skilanglauf und Tanzen. Es ist ratsam, dabei gegebenenfalls Kompressionsstrümpfe zu tragen. Wie kann man Krampfadern im Alltag vorbeugen? Die wichtigste Regel ist, lange Steh- und Sitzphasen zu vermeiden. Bewegen Sie sich regelmäßig, legen Sie die Beine hoch, vermeiden Sie extreme Hitze (wie Sauna) und verzichten Sie auf das Tragen von zu enger Kleidung und sehr hohen Schuhen. Beitragsnavigation Krampfadern Stadien: Warum eine genaue Diagnose beim Phlebologen so wichtig ist Krampfadern Behandlung im Winter: Der einfache Weg zu schönen Beinen