Das Problem der Krampfadern ist einer Vielzahl von Menschen bekannt. Doch oft werden der Arztbesuch und die notwendige Behandlung aus Mangel an Informationen und den damit verbundenen Ängsten aufgeschoben. Unter den zahlreichen Fragen, die Patienten stellen, haben wir die zehn häufigsten ausgewählt. Diese beantwortet der erfahrene Phlebologe und Gefäßchirurg Alexey Igorevich Puzanov, der auf eine über 10-jährige Berufserfahrung zurückblicken kann.

Ich glaube, ich habe Krampfadern. Wie kann ich das feststellen?

Ob Sie tatsächlich an einer Krampfadererkrankung (Varikose) leiden, lässt sich nur bei einem Arztbesuch genau feststellen. Es gibt jedoch einige eindeutige Anzeichen, auf die Sie unbedingt achten sollten. Wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Symptome bei sich bemerken, ist es ratsam, einen Beratungstermin zu vereinbaren:

  • hervortretende, deutlich sichtbare Venen
  • ein Schwere- und Müdigkeitsgefühl in den Beinen, das gegen Abend zunimmt
  • Schwellungen (Ödeme) der unteren Extremitäten
  • nächtliche Wadenkrämpfe
  • sichtbare Blutgefäße, die ein netzartiges Muster bilden (Besenreiser)
  • Dunkelfärbung der Haut an den Füßen oder Unterschenkeln

Wenn in Ihrer Familie bereits Fälle von Krampfadern aufgetreten sind, sollten Sie regelmäßig einen Phlebologen aufsuchen – die genetische Veranlagung erhöht die Wahrscheinlichkeit, an einer Varikose zu erkranken, erheblich.

Veranlagung für Krampfadern

Wie lassen sich Krampfadern vermeiden?

Es gibt mehrere Hauptursachen für die Entstehung dieses Problems:

  • Übergewicht und Fettleibigkeit
  • sitzende Tätigkeiten oder umgekehrt: Berufe, bei denen man den ganzen Tag steht
  • hormonelle Störungen und die Einnahme von hormonhaltigen Medikamenten
  • Kraftsport (Heben schwerer Gewichte)
  • lange und häufige Fernreisen (Flüge oder Autofahrten)
  • häufige Besuche von Saunen und Dampfbädern

Oft manifestiert sich die Krankheit auch im Zusammenhang mit endokrinen Störungen oder während einer Schwangerschaft. In solchen Fällen ist es wichtig, die Symptome so früh wie möglich zu erkennen und mit der Behandlung zu beginnen.

Viele Patienten fragen, ob das Tragen von hochhackigen Schuhen die Entwicklung von Krampfadern provozieren kann. Ja, das ist tatsächlich der Fall – die unnatürliche Position des Unterschenkels verursacht einen Blutstau. Für den täglichen Gebrauch eignen sich Schuhe mit einem kleinen Absatz von bis zu 4 Zentimetern am besten. Hohe Stilettos sollten Sie sich lieber für besondere Anlässe aufheben.

Welche Ernährung und welcher Lebensstil helfen bei Venenproblemen?

Eine nährstoffreiche Ernährung ist entscheidend für die Gefäßgesundheit und kann den Verlauf von Venenleiden positiv beeinflussen. Antioxidantien aus Beeren und grünem Blattgemüse reduzieren Entzündungen in den Blutgefäßen. Ein Mangel an Vitamin C schwächt das Bindegewebe, daher sollten Zitrusfrüchte, Brokkoli und Paprika regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Reduzieren Sie zudem Ihren Salzkonsum, da zu viel Salz Wassereinlagerungen (Ödeme) in den Beinen begünstigt. Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Kost (Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte), um Verstopfungen zu vermeiden, die den Druck auf die Beinvenen erhöhen können.

Zusätzlich zur Ernährung spielt die tägliche Bewegung eine elementare Rolle. Nicht jede Sportart ist jedoch geeignet. Schwimmen, Radfahren und flottes Gehen (Walking) sind ideal, da sie die sogenannte Wadenmuskelpumpe aktivieren, ohne die Beine mit harten Stößen zu belasten. Kraftsport mit schweren Gewichten oder Sportarten mit abrupten Stopps (wie Tennis oder Squash) sollten bei einer Neigung zu Venenproblemen eher gemieden oder nur mit Kompressionsstrümpfen ausgeübt werden.

Kann man Krampfadern zu Hause oder mit Hausmitteln heilen?

Leider sind keine Salben, Cremes oder Tabletten in der Lage, das Problem vollständig zu beheben – sie lindern lediglich den Verlauf der Krankheit, indem sie die Symptome abschwächen. Sie können die Entwicklung von Krampfadern verzögern, indem Sie Ihre körperliche Aktivität anpassen, einen gesunden Lebensstil führen und auf Ihr Gewicht achten. Dennoch wird das eigentliche Problem dadurch nicht beseitigt.

In den frühen Stadien lässt sich die Krankheit hervorragend mit Hilfe der Laserobliteration behandeln. Je früher Sie einen Spezialisten aufsuchen, desto größer sind die Chancen, das Problem mit minimalen Risiken zu bewältigen.

Wie verlaufen Operationen zur Behandlung von Krampfadern?

Das hängt von der gewählten Eingriffsart ab. Die meisten Operationen sind minimalinvasiv und eine lokale Betäubung ist völlig ausreichend. In einigen Fällen, zum Beispiel bei einer umfangreichen Phlebektomie, kann jedoch eine Vollnarkose erforderlich sein.

Viele Patienten befürchten, dass die Haut aufgeschnitten wird, aber das ist ein Irrtum – die Manipulationen werden durch winzige Einstiche durchgeführt. Der gesamte Prozess wird dabei sicher per Ultraschall kontrolliert.

Welche Operation wird bei mir durchgeführt?

Alles hängt vom Stadium der Erkrankung und Ihren individuellen körperlichen Besonderheiten ab. Eine genaue Antwort kann Ihnen nur Ihr behandelnder Arzt geben. Es gibt heute mehrere moderne Techniken zur Bekämpfung von Krampfadern:

Behandlungsmethode Beschreibung & Anwendungsgebiet
Mikrosklerotherapie Injektion eines Verödungsmittels (Sklerosans), das die Gefäßwände verklebt. Wird häufig zur Entfernung kleiner Besenreiser verwendet.
Endovenöse Lasertherapie (EVLT / EVLK) Eine hervorragende Methode zur Bekämpfung von Krampfadern im Frühstadium. Durch eine kleine Punktion wird eine dünne Lasersonde in die Vene eingeführt. Die Wände werden versiegelt, während die Sonde herausgezogen wird.
Schaumsklerosierung Indiziert bei Veränderungen der peripheren Blutgefäße. Ein aufgeschäumtes Präparat wird in die Venen injiziert, was zur allmählichen Resorption der Vene führt.
Miniphlebektomie Entfernung von erkrankten Venen durch winzige Einstiche, wobei diese in Segmente unterteilt werden. Angezeigt bei Veränderungen der großen subkutanen Blutgefäße.

Am Ende jedes Eingriffs bekommt der Patient Kompressionsstrümpfe angezogen, die bis zur nächsten Kontrolluntersuchung beim Arzt rund um die Uhr getragen werden müssen. Spaziergänge beschleunigen die Genesung erheblich.

Wohin fließt das Blut nach einer Venenoperation?

Die Venen im menschlichen Körper bilden ein riesiges, stark verzweigtes Netzwerk. Die von Krampfadern betroffenen Abschnitte verursachen eine Stauung und behindern die normale Blutversorgung. Nach der Entfernung oder dem Verschluss einer oder mehrerer beschädigter Venen verteilt sich der Blutfluss ganz automatisch auf die umliegenden gesunden Venen. Die normale Blutzirkulation wird wiederhergestellt.

Kann man Krampfadern ohne Operation heilen?

In einigen Fällen ist eine klassische Operation tatsächlich nicht zwingend erforderlich. Auch das kann nur ein Arzt mit Gewissheit sagen. Aber Sie müssen sich vor einem Eingriff nicht fürchten – moderne Methoden ermöglichen es, das Verfahren völlig ohne Schnitte, ohne Narben und ohne Blutverlust durchzuführen. Häufig erfolgt die Behandlung ambulant, ohne dass ein Krankenhausaufenthalt nötig ist.

Gibt es Rückfälle nach einer Laserbehandlung von Krampfadern?

Selbst die modernsten Methoden können die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls nicht zu 100 % ausschließen. Das liegt daran, dass die Einflussfaktoren auf den Körper, die zur Entstehung von Krampfadern geführt haben, oft unverändert bleiben – ebenso wie die genetische Veranlagung für die Krankheit. Für jeden Patienten wird ein individuelles Rehabilitationsprogramm nach der Behandlung erstellt. Wenn Sie sich an dieses Programm halten, minimieren Sie das Risiko eines erneuten Auftretens der Krankheit massiv.

Was sind das für Beulen auf der Haut und woher kommen sie?

Besonders stark erweiterte und deformierte Venenabschnitte bilden sichtbare Beulen oder Wölbungen auf der Haut. Eine solche Situation deutet darauf hin, dass die Krankheit bereits extrem weit fortgeschritten ist. In diesen „Beulen“ bilden sich häufig gefährliche Blutgerinnsel (Thrombosen). In diesem Stadium der Varikose ist das Eingreifen eines Arztes dringend erforderlich.

Der Arzt sagte, ich hätte ein fortgeschrittenes Stadium, obwohl die hervortretenden Venen erst vor kurzem aufgetreten sind. Wie ist das möglich?

Manchmal gibt es in den frühen Stadien keine sichtbaren Veränderungen und keine auffälligen Venen an der Hautoberfläche. Dies ist der Fall, wenn tiefer liegende Blutgefäße erweitert sind. Dennoch sind in der Regel bereits Symptome der Krankheit vorhanden:

  • Müdigkeit am Abend
  • Schwellungen (Ödeme)
  • Besenreiser (Gefäßnetz)
  • verdunkelte Hautbereiche an Füßen und Unterschenkeln
  • Krämpfe in den unteren Extremitäten

Wenn Sie ähnliche Symptome bei sich beobachten, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Es ist zudem ratsam, eine Ultraschalluntersuchung der Beinvenen durchführen zu lassen.

Fachkundige Hilfe im Zentralklinikum

Das Zentralkrankenhaus der Russischen Akademie der Wissenschaften (ZKB RAN) befasst sich seit Langem intensiv mit der Problematik von Krampfadern. Die Einrichtung verfügt über ein spezialisiertes Zentrum für Phlebologie, in dem nicht nur A. I. Puzanov, sondern auch andere hochqualifizierte Phlebologen Sprechstunden abhalten. Im ZKB RAN können Sie sich umfassend untersuchen lassen und das Problem mit Hilfe modernster Methoden heilen lassen.

Einen Termin für eine Untersuchung und ärztliche Beratung können Sie telefonisch unter 8 499 400 4733 oder auf der Website www.ckbran.ru vereinbaren.

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