Leiden Sie unter häufigen Schmerzen im Unterbauch oder im unteren Rücken ohne ersichtlichen Grund? Ist der Schmerz dumpf, ziehend oder schmerzend? Haben Sie Probleme beim Wasserlassen oder Schwellungen an den Beinen? Wenn Sie diese Symptome spüren, sollten Sie sich auf Krampfadern im kleinen Becken untersuchen lassen. In der Risikogruppe befinden sich sowohl Männer als auch Frauen. In diesem Artikel erfahren Sie, was diese Erkrankung ist, warum sie auftritt, wie man sie behandelt und welche einfachen Präventionsmaßnahmen helfen. Häufige Schmerzen im Unterbauch, manchmal auch im Lendenbereich, treten oft unabhängig von der Menstruation oder davor auf. Der Schmerz verstärkt sich oft am Ende des Arbeitstages, bei körperlicher Anstrengung sowie während oder nach dem Geschlechtsverkehr. Er lässt nach, wenn man mit hochgelegten Beinen liegt oder nach einem langen Arbeitstag im Sitzen etwas umhergeht. Wichtiger Hinweis: Die aufgeführten Symptome sind ein Anzeichen für Krampfadern im kleinen Becken (oft auch Beckenvenensyndrom genannt), die vererbt werden können oder im Laufe des Lebens entstehen. Unterschiede im Krankheitsverlauf bei Männern und Frauen Da sich die Anatomie der Beckenorgane bei Männern und Frauen unterscheidet, betrachten wir den Verlauf der Erkrankung getrennt. Anatomie der weiblichen Beckenorgane und Venen, die anfällig für Krampfadern sind. Bei Frauen: Krampfadern im kleinen Becken entstehen häufig durch mehrfache Geburten und schwere körperliche Arbeit. Schematische Darstellung der männlichen Anatomie und der betroffenen Venen. Bei Männern: Die Krampfadern betreffen oft die Hoden (Varikozele). Dies geht einher mit einem Schweregefühl im Hodensack, Unbehagen und Schmerzen während der sexuellen Intimität. Ursachen für Krampfadern im kleinen Becken Die Krankheit ist mit einer chronischen Blutstauung im kleinen Becken verbunden und tritt häufig bei Menschen mit sitzender Lebensweise oder Arbeit auf. Nachfolgend finden Sie einen Vergleich der Ursachen: Ursachen bei Frauen Ursachen bei Männern Störungen des Menstruationszyklus Hormonelles Ungleichgewicht Langfristige Einnahme hormoneller Verhütungsmittel Fehlstellung der Gebärmutter Mehrfache Geburten Gynäkologische Pathologien (Entzündungen, Tumore) Östrogentherapie Sexuelle Dysfunktion Kraftsport / schweres Heben Mangel an körperlicher Aktivität Gemeinsame Faktoren: Schwere körperliche Arbeit, langes Verharren in einer Position (Stehen/Sitzen), Vererbung, Übergewicht, Neoplasien, Pathologien des Venensystems. Die Identifizierung der Ursachen erfolgt individuell während einer Konsultation mit einem Phlebologen. Symptome können oft falsch interpretiert und als andere Krankheiten wahrgenommen werden, die nichts mit den Venen zu tun haben. Ein Warnsignal ist, wenn Behandlungen anderer vermeintlicher Krankheiten keine Ergebnisse bringen. Risikogruppen Frauen (25–45 Jahre): Bei 25 % im aktiven reproduktiven Alter (25–35 Jahre) und bei 80 % nach dem 40. Lebensjahr. Männer (25–45 Jahre): Bei 10 % im Alter von 25 bis 40 Jahren und bei 30 % nach dem 45. Lebensjahr. Symptome: Worauf Sie achten müssen Visuelle Symptome sind oft spärlich. Bei der Untersuchung wird selten eine Erweiterung der oberflächlichen Venen im Damm- und Gesäßbereich festgestellt. Allerdings leiden Patienten unter inneren Empfindungen. Erweiterte Vene an der Innenseite des Oberschenkels. 1. Chronische Beckenschmerzen Ziehende und dumpfe Schmerzen im Unterbauch. Schmerzen im Bereich des Kreuzbeins, Steißbeins, Lendenbereichs und der Leiste. Häufiges Wasserlassen, Harninkontinenz oder falscher Drang zur Blasenentleerung. 2. Sichtbare Venenerweiterungen Erweiterung der Venen an den äußeren Geschlechtsorganen (im Damm, Unterbauch, über dem Schambein, in der Leiste, an der Rückseite des Oberschenkels oder am Gesäß). Schmerzlose und latente Formen In einigen Fällen verläuft die Krankheit fast symptomlos. Patienten verspüren nur Schwere und Unbehagen im Unterbauch. Bei der latenten Form fehlen Symptome gänzlich. Wenn Sie eine genetische Veranlagung haben, sollten Sie sich prophylaktisch an einen Phlebologen wenden. Diagnosemethoden Da ein tiefes Verständnis der pathologischen Prozesse notwendig ist, werden Patienten oft zuerst zum Gynäkologen oder Urologen geschickt, um andere Erkrankungen auszuschließen. Der Phlebologe bestimmt dann die weitere Diagnostik: Ultraschall: Die informativste Methode zur Lokalisierung erweiterter Venen und Beurteilung des Blutflusses. Phlebographie (auf- oder absteigend): Untersuchung der Venen der Extremitäten bis zur unteren Hohlvene. Radionuklid-Phlebographie: Zur Bewertung des Blutflusses im gesamten Venensystem. CT- und MRT-Venographie: Hochauflösende Bilder für eine präzise Diagnose. Behandlung von Krampfadern im kleinen Becken Die Behandlung hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Experten bevorzugen oft konservative und schonende Methoden, um maximale Wirkung bei minimalem Eingriff zu erzielen. Konservative Therapie Medikamente: Zur Schmerzlinderung, Normalisierung des Blutflusses und Stärkung der Gefäßwände (Venenmittel, Vitamine). Lifestyle-Anpassung: Vermeidung schwerer körperlicher Belastungen und langes Verharren in einer Pose. Ernährung: Diät mit viel Ballaststoffen, Obst und Gemüse. Verzicht auf Alkohol, scharfe und fettige Speisen. Gewichtsreduktion zur Senkung des intraabdominalen Drucks. Kompressionsstrümpfe: Tragen von speziellen Strumpfhosen oder Shorts (Klasse je nach Fall), um den Blutabfluss zu verbessern. Übungen: Atemgymnastik, Kontrastduschen im Dammbereich. Chirurgische Eingriffe Wenn die konservative Behandlung keine Ergebnisse bringt oder die Krankheit fortgeschritten ist, wird eine Sklerotherapie oder Phlebektomie (chirurgische Entfernung) durchgeführt. Diese Verfahren sind heute routinemäßig, finden unter Narkose statt und sind in der Regel schmerzfrei. Die Patienten können oft schon am nächsten Tag nach Hause gehen und sich normal bewegen. Prävention Prävention zielt darauf ab, Risiken zu minimieren: Achten Sie auf Ihr Trinkregime: Ein Erwachsener benötigt ca. 30 ml Wasser pro 1 kg Körpergewicht täglich. Bewegung: Moderate körperliche Aktivität wie Spaziergänge sorgt für Blutfluss. Pausen bei der Arbeit: Machen Sie alle 30 Minuten kleine Bewegungspausen. Vermeidung von Überlastung: Frauen sollten extremen Kraftsport vermeiden. Gesunde Ernährung: Mehr Gemüse, weniger Fast Food. Bitte betreiben Sie keine Selbstbehandlung. Konsultieren Sie einen Arzt für einen individuellen Behandlungsplan. Für eine Terminvereinbarung wählen Sie bitte einen Spezialisten auf Vascul.ru und melden Sie sich über WhatsApp an. Abonnieren Sie auch unseren Telegram-Kanal: t.me/vascul_ru ✅ Häufig gestellte Fragen (FAQ) Was sind die Hauptsymptome von Krampfadern im kleinen Becken? Die häufigsten Symptome sind chronische, dumpfe Schmerzen im Unterbauch, die sich bei Belastung oder langem Sitzen verstärken. Auch Probleme beim Wasserlassen, Schwellungen und sichtbare Venenerweiterungen im Intimbereich können auftreten. Können auch Männer an Krampfadern im Becken leiden? Ja, Männer sind ebenfalls betroffen. Bei ihnen äußert sich die Erkrankung oft durch Krampfadern an den Hoden (Varikozele), was zu Schweregefühl und Schmerzen führen kann. Wie wird die Krankheit diagnostiziert? Die Diagnose erfolgt meist durch Ultraschall, Phlebographie oder hochauflösende Verfahren wie CT- und MRT-Venographie, um den Blutfluss und die Organe genau zu untersuchen. Ist immer eine Operation notwendig? Nein. In vielen Fällen helfen konservative Methoden wie Medikamente, das Tragen von Kompressionswäsche, Ernährungsumstellung und spezielle Übungen. Eine Operation (z.B. Sklerotherapie) wird nur bei fortgeschrittenen Stadien empfohlen. Beitragsnavigation Krampfadern Risikofaktoren: Ursachen, Symptome und Prävention Effektive Cellulite-Behandlung bei Krampfadern und Besenreisern: Was ist erlaubt?